Mein Internetradio und ich! Oder das Einschlaf-Rituale der Kindheit!

Als Radiofan schlecht hin, liebe ich mein neues  Internetradio über alles. Nichts stört mehr den Empfang, kein Genre wird ausgelassen.

Seit der Erfindung des Internet mit all seinen Ausprägung wächst die Welt  immer schneller zusammen, das wissen wir, aber in der Welt des Internetradios, bekommt man wirklich das Gefühl, sich nicht nur musikalisch, an jeden Ort der Welt zu begeben.  Ob nach Hawaii, nach Andalusien, nach Pogo oder wo hin auch immer. Mit einem Tastendruck ist man dabei!

Lautsprecher - Stocpic

Und weils so schön ist, kann ich nun endlich auch  Domians Anrufern vom Bett aus folgen. Ich im Bett, mein Radio daneben :-)  Meistens schlafe ich zwar beim Zuhören ein, was eher an der späten Uhrzeit, als an dem Talk-Radio selbst liegt, aber die Augenblicke kurz vorm einschlafen, erinnern mich soooo sehr an das Einschlaf-Ritual meiner Kindheit.

Immer zur gleichen Zeit ins Bett, damals nervig, heute bin ich dankbar darüber. Denn ja — , ich hatte Glücklicherweise Regeln und Rituale in meiner Erziehung…
… Eines davon:  ins Bett, ging es niemals ohne eine Einschlafgeschichte. Diese und nur eine, nicht wie heute 3-4 Geschichten …, diese eine wurde mir liebevoll, trotz Vollzeit Job meiner Mutter, allabendlich vorgetragen!

Buch mit fliegende Buchstaben - Stocpic

Und das selbst, wenn meine Lieblingsgeschichten:
” Hr. Gabel und Frau Löffel” oder aber ” Der kleine Tita”, immer und immer wieder vorlesen werden mussten. Das gab mir ein heimeliges Gefühl, — ähnlich dem, das mir mein digitales Radio heute Nacht für Nacht  beschert *g*

Hattet Ihr ebenfalls Kindheits-Rituale?

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  1. Sascha schrieb:

    Ich bin auch immer -abhängig vom Alter- zur gleichen Zeit ins Bett geschickt worden… wobei ich zugeben muss, dass ich mich inzwischen nicht mehr an konkrete Uhrzeiten erinnern kann.

    Überhaupt hatte ich stets einen sehr strukturierten Tagesablauf. Das mag auf den ein oder anderen jetzt furchtbar langweilig oder spießig wirken, aber ich finde das im Nachhinein betrachtet gar nicht schlecht. Schließlich hatte man so eine gewisse Vorstellung davon, wie der Tag ablaufen würde, was auf gewisse Art und Weise Halt im Leben vermittelt.

    Zudem wurde ja nicht alles vorgeplant, nur die Rahmenbedingungen wurden abgesteckt… wie man die Zeit dann genau füllte, war der Phantasie und dem Spieltrieb überlassen^^

    Ob mir jemand Geschichten vorgelesen hat, weiß ich nicht mehr. Bei meinen kleinen Schwestern war das jedenfalls so. Daran kann ich mich noch gut erinnern, weil wir ein Buch mit 365 Geschichten hatten – eine für jeden Tag. Nach 1 Jahr ging es von vorne los, was nicht störte, da man sich das zumeist eh nicht gemerkt hatte. Mal las mein Vater meinen Schwestern die Geschichte vor, mal meine Mutter und manchmal sogar ich… je nachdem, wer gerade Zeit hatte (denn dafür gab es z.B. keinen festen Terminplan^^).

    [Antwort]

    Erdbeere Antwort vom März 7th, 2010 14:46:

    Oh schön zu hören, dass auch Du einen strukturierten Tagesablauf hattest. Wie ich, bist Du heute froh darüber. Es leben die Eltern ;-)

    Dir einen schönen Sonntag
    Erdbeere

    [Antwort]

  2. Miki schrieb:

    Bei mir selbst gab es sowas nicht. Feste (frühe) Zeiten ja aber ohne Ritual, ab inne Falle.
    Bei meinem Sohn war ich- altersgemäß- streng mit den Zeiten, auch TV und Computer wurde begrenzt und es gab -sich mit der Zeit ändernde- Rituale. Witziger weise gehörte dazu, dass ich mich, als er 12+ war, noch bei ihm ans Bett kuschelte/setzte und wir noch ein wenig erzählten, egal was… Heute tut mir leid, dass ich da oft genervt war und das schon mal sehr gekürzt hab, aber man hatte ja auch eigene Interessen, nicht zuletzt TV Sendungen, die da grad begannen….
    Aber irgendwann hatte er es satt mit den Zeiten-upps, da war er auf einmal 16, *mutterstaun* Kinder werden auch mal groß- und er hat die Revolution ausgerufen. Ich hatte verstanden – großer Krach, hatte aber meine Schlussfolgerungen nicht offenbart- und zur “gewohnten Zeit” kam er rüber und fragte “kommste nich?”. Da hab ich ihm gesagt, Junge, ab heute kannst du ins Bett gehen, wann du willst. Und was soll ich sagen? Das war dann meist “die alte” Zeit.
    Übrigens würde ich es immer wieder so machen mit strengen Bettgehzeiten, allerdings durfte er am WE immer so lange er wollte ….

    [Antwort]

    Erdbeere Antwort vom März 7th, 2010 14:50:

    Finde ich echt gut, Miki, dass Dein Sohn nicht Nächtelang unbeobachtet vor Kotze oder PC sitzen durfte. Großes Lob.
    Heute wird das leider nicht mehr so streng genommen, was dabei raus kommt, sehen wir, zwar überzogen, heute bspw. im Ausreißer-Camp, oder wie die Sendung auch immer heißt.

    Auch Dir einen schönen Sonntag,
    Erdbeere mit sonnigem Gruß

    [Antwort]

    Fulanos Worte Antwort vom März 9th, 2010 16:49:

    Vor Kotze und PC sitzen ist ein schöner Verschreiber. ;-)
    Bei mir war es ähnlich wie bei Miki. Relativ früh ins Bett, aber ohne Ritual. Was das vorlesen angeht. Ich konnte schon sehr früh sehr schnell lesen, daher fand ich das Vorlesen meist zu langsam. Also Taschenlampe an und unter die Decke ;-)
    Gruß
    Fulano

    [Antwort]

    Erdbeere Antwort vom März 9th, 2010 18:25:

    hahaha, “Kotze”, ich berichtige “Klotze”
    Ich wollte natürlich nur checken, ob Du auch aufmerksam liest ;-)
    ————————–
    So, so ein Frühleser warst Du und es ging Dir zu langsam *g*
    Na, da hatte Deine Mama ja einen leichten Job mit Dir.

    Nicht wie bei meiner Mutter, die 365 mal im Jahr immer abwechselnd meine beiden Lieblingsgeschichten vortragen musste. Die arme, denn Kinder sind mit unter sehr hartnäckig ;-)

  3. Pascal schrieb:

    Hm, ich konnte ‘früher’ ohne eine Kassette von Benjamin Blümchen und co zu hören nie einschlafen. Diese Phase hab’ ich aber glücklicherweise hinter mir. Die dutzenden Kassetten, die verdammt teuer waren, gammeln hier aber immer noch rum. :D

    Mittlerweile höre ich ab und zu mal Technik-Podcasts zum einschlafen … da schläft man ziemlich schnell ein. :)

    [Antwort]

    Erdbeere Antwort vom März 7th, 2010 14:54:

    Grüß Dich Pascal,

    als Benjamin Blümchen raus kam, war ich den Kinderschuhen schon lange entsprungen.
    Bei mir stand damals, das tapfere Schneiderlein, oder aber der Räuber Hotzenplot und nicht zu vergessen Hui Buh das Schlossgespenst, hoch im Kurs :-)

    Die Kassetten wirst Du sicherlich bei Ebay los, oder?
    Technik Podcast, kicher. So zum Einschlafen?!

    Sonnige Grüße
    Erdbeere

    [Antwort]

  4. Ralf schrieb:

    Das beste Ritual, was es für mich gibt um einzuschlafen, ist die Flimmerkiste. Schön vom Bett aus -Timer am TV auf 30 oder 45 Min., reicht meistens aus- und dann bei dem “tollen” Programm sanft entschlummern… ;-)
    In diesem Sinne meinen Dank an die GEZ- viel Geld für wenig Spaß!

    Angenehmen Sonntag abend und schlaft schön,
    liebe Grüße,
    Ralf

    [Antwort]

    Erdbeere Antwort vom März 7th, 2010 19:43:

    Huhu Ralf,

    so mache ich es auch ab und an. Timer on, Augen zu!
    Na klar mit Domian *g*

    Dir auch noch ein schönen Abend

    [Antwort]

  5. Mamü schrieb:

    Liebe Erdbeere,

    ehrlich gesagt, kann ich mich da gar nicht dran erinnern. Feste Rituale… *grübel* So tägliche Rituale fallen mir jetzt gar nicht ein, ich kann mich nicht mal erinnern, ob mir vorgelesen wurde, aber zu Weihnachten, da lief immer alles gleich ab. Da habe ich jetzt noch wunderschöne Erinnerungen dran. :-)

    Ich konnte als Kind sehr schlecht einschlafen, das weiß ich noch. Dunkelheit hat mir große Angst gemacht. Beim Einschlafen hatte ich schon Angst nachts wach zu werden. :-( Bin dann immer ganz leise zu Papa ins Bett gekrabbelt, wenn ich wach wurde. :-)

    Liebe Grüße,
    Martina

    [Antwort]

    Erdbeere Antwort vom März 7th, 2010 19:47:

    Hallo Mamü.

    ja Weihnachten, da hatten wir auch unsere Rituale. Berichte dazu folgen am Jahresende ;-)
    —————————————————–
    Ich kann Dir sagen, ich hatte auch Schiss als Kind im Bett. Ich habe mir die Decke so hochgezogen, das nur noch meine Nase rausschaute. Mir war schon gewahr, dass mich der “Täter” lol, trotz allem findet. Dennoch gab mir das ein sicheres Gefühl :-)

    Lieben Gruß Martina
    Erdbeere

    [Antwort]

  6. Bettina schrieb:

    Das Radio läßt mich wunderbar einschlafen.

    liebe Grüße
    Bettina

    [Antwort]

    Erdbeere Antwort vom März 7th, 2010 19:49:

    Aber nur wenn mir einer was erzählt, bei Musik wippe ich immer mit und das ist kontraproduktiv *g*

    Bettina auch Dir sonntägliche Grüße
    Erdbeere

    [Antwort]

  7. rundumkiel schrieb:

    Kein Ritual. rundumkiel ist schon als Kind immer todmüde in´s Bett gefallen und war mirnichtsdirnichts eingeschlafen… das ist heute auch noch so… Ich schlafe wie ein Toter…

    [Antwort]

    Erdbeere Antwort vom März 8th, 2010 15:15:

    Über diese Gabe beneiden Dich sicherlich 1000 von Menschen. Einer meiner Freundinnen geht es ähnlich wie Dir. Sie sieht bloß das Kopfkissen und träumt bereits seelig, Beneidenswert! ;-)

    [Antwort]

  8. Nila schrieb:

    Als ich noch sehr klein war wurde ich von meiner Oma aufgezogen. Diese sang in einem berühmten Chor. Darum sang sie mir immer zum Bettgehen ein Lied vor.
    Manchmal bekam ich auch eine Geschichte.
    Als ich dann zu meinen Eltern kam, kann ich mich an kein “Ritual” mehr erinnern. ich musste aber immer zur gleichen Zeit ins Bett.
    Einzig in der Adventzeit bekam ich jeden Tag eine Geschichte vorgelesen.

    [Antwort]

    Erdbeere Antwort vom März 8th, 2010 15:17:

    Echt Nila, das ist doch auch schön, von der Oma ein Ständchen gebracht zu bekommen.

    Zur gleichen Zeit ins Bett musste ich auch immer . Erst nach dem Sandmännchen, danach nach den Regionalnachrichten und zum Schlluß mit 13 nach der Tagesschau.
    Ab dem 14 Lebensjahr, durfte ich selbst entscheiden.

    [Antwort]

    Charisma Antwort vom September 18th, 2010 12:42:

    Saaandmännchen – jaaaaaaaa !!!
    Noch immer spüre ich diesen Bezug von der Couch meiner Oma (so grüngenopptes Zeug) an meiner Wange und dazu höre ich die Titelmelodie ‘das Saandmännchen war da …’ -
    natürlich heute nur noch im Geiste!
    Du hast mich da an was erinnert … ;)

    [Antwort]

    Erdbeere Antwort vom September 18th, 2010 14:10:

    West oder Ost Sandmännchen?

    Ich oute mich als West-Sandmännchen Guckerin.

    Erdbeere mit-ich-vermisse-das-Lied!

  9. witjes schrieb:

    Meine Mutter hat immer noch eine Gute-Nacht-Geschichte entweder vorgelesen oder erfunden. Das wirkt sich heute noch so aus, dass ich, sobald ich ein Hörbuch versuche mit anzuhören, – einwandfrei konditioniert – prompt innerhalb von höchstens 15 Minuten einschlafe….;-)

    [Antwort]

    Erdbeere Antwort vom März 8th, 2010 20:21:

    Hahaha, ja so kann es auch gehen. Und damals war das ja auch Ziel Deiner Mutter, Dich schnell zum schlafen zu bringen.

    Man kann eben nicht aus seiner Haut ;-)

    Gruß
    Erdbeere

    [Antwort]

  10. Diva schrieb:

    @witjes Passiert mir bei Hörbüchern auch oft :)

    [Antwort]

  11. GZi schrieb:

    Ja, bei uns gab es auch feste zeiten, feste Vorgaben – erst die Pflicht, dann das Vergnügen… das galt für Händewaschen vorm Essen ebenso wie Hausaufgaben vorm Spielen… ;-) An Einschlafgeschichten kann ich mich nicht wirklich erinnern… aber später kam meine Mutter immer noch mal in mein Zimmer, bevor sie selbst schlafen ging… meist wachte ich auf und wir haben uns noch 5 Minuten unterhalten… bzw. eigentlich war ich im Halbschlaf und sie konnte mich ganz gut ausfragen über Dinge, die ich vorher nicht erzählt hatte… :-) aber sie hat es (glaube ich, nein bin ich überzeugt und wenn ist es heute schon lange nicht mehr “schlimm”) nicht wirklich ausgenutzt.

    [Antwort]

    Erdbeere Antwort vom März 16th, 2010 18:26:

    Ich musste auch immer erst meine Hausaufgaben vorm Spielen erledigen.

    Wenn ich mir manche Kinder heute ansehe, da kann man froh sein, das die Hausaufgaben wenigstens nach der Abendsendung gemacht werden. Gut ist das nicht!

    Ich jedenfalls bin dankbar, das dies bei mir in der Kindheit anders ablief ;-)

    [Antwort]

  12. Fritz schrieb:

    Ach ja, die schönen Rituale der Kindheit.
    Nach dem Mittagessen wurde bei uns einmal gerastet – und dann waren die Hausaufgaben dran.
    Am Abend gab es dann immer zum Einschlafen Kasetten mit Hörspielen für Kinder (mal mehr mal weniger pädagogisch wertvoll ;)

    [Antwort]

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